Gerd Kislinger

Das 1871 gegründete Familienunternehmen Pöttinger mit Standort in Grieskirchen in Oberösterreich, zählt als größter Landmaschinenhersteller Österreichs zu den Weltmarktführern seiner Branche. Mit 1.200 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008/2009 einen Gesamtumsatz von 223,7 Millionen Euro und erreichte damit das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Verkauft werden die Maschinen aus dem Hause Pöttinger in der ganzen Welt. 82 % des Umsatzes erzielt der Hersteller im Ausland, 10% davon in Frankreich.
Können Sie kurz Ihre Hauptgeschäftssparten vorstellen?
Pöttinger stellt Landmaschinen für zwei Bereiche her. Das sind einmal Grünlandmaschinen wie zum Beispiel Mäher, Zetter, Schwader, Rundballenpressen und Ladewagen sowie Maschinen zur Bodenbearbeitung, darunter Pflüge, Kreiseleggen und Sämaschinen. Der Grünlandbereich ist mit 65 % in der Sparte Landtechnik der Hauptumsatzträger, gefolgt von der Bodenbearbeitung mit 25 Prozent. Eine weitere Unternehmenssparte ist das Original-Ersatzteil-Geschäft.
Seit wann ist Pöttinger in Frankreich?
Wir sind seit den 60er Jahren auf dem französischen Markt aktiv. Eine eigene Tochtergesellschaft haben wir allerdings erst 1998 gegründet. Es war nach Deutschland die zweite Tochtergesellschaft, die wir im Ausland eröffnet haben. Damals ging es an unserem Standort in Le Bonhomme im Elsass mit 3 Beschäftigten und einem Umsatz von 5,1 Millionen Euro los. Heute haben wir 20 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von 23,11 Millionen Euro. Mit einer eigenen Niederlassung vor Ort zu sein verkürzt die Arbeitswege und schafft Nähe zum Kunden - für das Geschäft ist das enorm wichtig. Unser Erfolg in Frankreich hat uns übrigens dazu veranlasst, auch in anderen Ländern eigene Tochtergesellschaften zu gründen.
Welche Besonderheiten gibt es in Frankreich?
Wie eingangs erwähnt, macht der Verkauf von Grünlandmaschinen einen Hauptteil unseres Geschäfts aus. In Frankreich sieht es etwas anders aus. Hier ist der Anteil an Maschinen zur Bodenbearbeitung aufgrund der landwirtschaftlichen Gegebenheiten etwas höher.
Welche Perspektive sehen Sie für Ihre Geschäftsentwicklung in Frankreich?
Landwirtschaft braucht jeder, das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Frankreich ist einer der größten europäischen Landwirtschaftsmärkte. Für uns ist er nach Deutschland und Österreich der drittwichtigste Markt. In den nächsten Jahren wollen wir unser Geschäft weiter ausbauen und in Frankreich die Nummer zwei im Bereich Landmaschinen werden. Dabei kommt es natürlich auch zu neuen Herausforderungen, da sich die Landtechnik aufgrund ihrer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Einbindung kontinuierlich weiterentwickelt.
The third “Brazilian Investors’ Club” summit, organized by the IFA, was held at the prestigious Palais Brongniart on December 13, 2011.