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Detlev Roth

Geschäftsführer route franco-allemande


 

Route franco-allemande ist eine deutsch-französische Agentur, die sich auf das Internet als Marketinginstrument für Firmen spezialisiert hat. Sie bietet deutschen und französischen KMU die Möglichkeit, die "Resonanz" auf ihre Produkte und Dienstleistungen in den französisch- und deutschsprachigen Ländern und Märkten testen. Dafür ist eine gute Position in den französisch- und deutschsprachigen Suchmaschinen von entscheidender Bedeutung. Route franco-allemande sorgt dafür, dass die KMU leicht gefunden werden.

Warum ist Frankreich für Ihre deutschen Kunden ein attraktiver Markt?

Während es in der Regel sehr aufwändig und kostenintensiv ist, im eigenen Land neue Zielgruppen zu identifizieren und anzusprechen, ist es sehr einfach, die eigenen Dienstleistungen und Produkte in der französischen Sprache zu präsentieren (oder präsentieren zu lassen) und die Resonanz zu testen. Möglicherweise zeigt sich hier sehr schnell ein Wachstumspotential für das Unternehmen. Es gibt wenig Konkurrenz. Nach wie vor präsentieren sich die meisten deutschen Unternehmen auf ihren Internetseiten nur in ihrer eigenen Sprache. Die, die eine zweite Sprache hinzunehmen, greifen in der Regel zum Englischen. Wer hier die Initiative ergreift, die eigenen Produkte und Dienstleistungen auch in Französisch anzubieten, hat also die besten Chancen. Das Nachbarland Frankreich hat für Deutschland eine attraktive geographische Lage, da die Wege kurz sind. Der Markt ist wachstumsorientiert und dynamisch. Die deutschen Produkte stehen im Ruf, eine gute Qualität zu haben.

Sie unterstützen deutsche Unternehmen bei Ihrer Kommunikation in Frankreich. Welche Besonderheiten sind da zu berücksichtigen, was raten Sie den Firmen?

Unser Angebot soll die deutschen Firmen unterstützen Aufträge zu akquirieren - und wir sind dabei erfolgsorientiert. Die Erfahrung zeigt, dass es bei den Kontakten in der Regel nicht nur um reine Übersetzung geht. Ebenso wichtig ist das Verständnis für die unterschiedlichen Kommunikationsstile der Gesprächspartner. Diese sind im deutsch-französischen Gespräch oft entgegengesetzt. Das sicherlich bekannteste Beispiel: Deutsche Geschäftsleute sprechen in der Regel zuerst über das Geschäft und später vielleicht über Persönliches. Bei Franzosen ist es umgekehrt. Erst wenn man das Gefühl hat, den anderen kennen gelernt zu haben, wird über das Geschäft gesprochen.

Welchen interkulturellen Herausforderungen begegnen Sie bei Ihrer Arbeit in Frankreich?

Die Beherrschung der Sprache wird somit zum Schlüssel für eine gute Geschäftsbeziehung. Es ist sehr wichtig, sich in der Sprache der Anderen ausdrücken zu können. Eine weitere Herausforderung besteht im Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung. Wir haben das Gefühl, dass dieser Aspekt für die Deutschen einen angenehmen Zusatz darstellt, während er für die Franzosen von zentraler Bedeutung ist. Schließlich stellen wir fest, dass es in Deutschland üblich ist, Verantwortlichkeiten zu delegieren. Die Geschäftsführer in Frankreich tendieren eher dazu, die Verantwortung in den eigenen Händen zu behalten.

Welche Perspektiven bietet Ihnen Ihre Aktivität in Frankreich, wie wird sich Ihr Geschäft entwickeln?

Zurzeit haben wir ein Büro in Berlin. Wir werden im kommenden Jahr weitere Standorte im Westen und Süden Deutschlands sowie in Frankreich einrichten, um für unsere Kunden auch vor Ort Ansprechpartner anzubieten. Wir verstärken unsere Verbindung zu den Netzwerken, die sich für die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen engagieren.

http://www.de-fr.eu/

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